Möbel im Kolonialstil für Fernwehkranke

aus der Rubrik Bekanntmachung vom 06.06.2011
Hängematten

Draußen brennt die Sonne, drinnen spenden helle Wände Kühle. Leinenvorhänge wiegen sich in einer sanften Brise, der Tisch aus dunklem edlen Holz ist mit schlichtem Geschirr gedeckt, in einer weissen Vase steckt eine leuchtende Strelitzienblüte. Ein Esszimmer im Kolonialstil scheint der perfekte Ort im Hochsommer.

Nicht nur im Sommer - Einrichtung im Kolonialstil glänzt 365 Tage im Jahr. Wenn es draußen wieder kalt wird, reichen wenige Accessoires und ein koloniales Zimmer mit seinen schweren Holzmöbeln wird zur gemütlichen Kuscheloase.

Die Bezeichnung "Kolonialstil" beschreibt im Interiorbereich ein Sammelsurium an historischen und kulturellen Einflüssen. Die meisten verbinden mit dem Begriff Möbel und Gegenstände, die an das Leben in den ehemaligen europäischen Kolonien erinnern. Eine bunte Mischung aus afrikanischen, südamerikanischen und indischen Elementen und portugiesischen oder "very british"- Details, gewürzt mit einer Prise Fernweh und Globetrotter-Feeling.
Das heisst aber nicht, dass alles erlaubt ist und man wild durcheinander kombinieren kann! Der Mix macht´s: Ein Loungesofa mit klassischer Chesterfield-Steppung wird flankiert von flachen Hockern mit hellem Bezug und einem Tisch aus edlem Pinienholz. Auf dem Tisch steht eine afrikanische Figur, im Hintergrund auf dem Sideboard helle Kerzen und ein alter Globus. Das Thema hier wäre Afrika, das gesamte Zimmer ist in Brauntönen gehalten. Die Wahl eines Themas und einer Farblinie sind wichtig, damit die Stilrichtung funktioniert.
 

Kolonialstilmöbel sind oft dunkel, meist aus Holz oder Leder, sie wirken als Einzelstücke in einem sonst hell gehaltenen Raum am besten. Möbel mit hellem Leder, Leinen oder aus Rattan runden das Bild ab. Schön sind kleine Details an den Möbeln, die an traditionelle Handwerkskunst erinnern.
Wichtig bei der Auswahl der Farben ist also die Kombination von warmen Brauntönen vor hellem Hintergrund. Aufgelockert wird diese schlichte Farbpalette durch kleine exotische Farbspritzer. Das kann eine Blüte sein, ein schöner Stoff oder eine farbige Skulptur.

Im Schlafzimmer schläft der Kolonialstilliebhaber idealerweise in einem Rattanbett. Und was spricht eigentlich dagegen, auch in unseren Breiten ein Moskitonetz zu benutzen, um sich die lästigen kleinen Stechmücken nachts vom Hals zu halten? Nun, Katzenhalter sollten darauf verzichten, so ein dünnes Netz reisst schnell, wenn sich die Kralle eine neugierigen Miez darin verfangen hat. Weitere unverzichtbare Möbelstücke im Schlafzimmer sind Herrendiener und Paravant. Die Klappwand ist sehr praktisch, um unansehnliche sperrige Platzfresser wie Staubsauger oder Kartons dahinter abzuparken, der Herrendiener super für (männliche und weibliche) Schlumpis: so landet die Kleidung einigermassen knittersicher nicht auf dem Boden, sondern auf einem Gestell. Altmodisch, aber eben auch bewährt!

Ob typisch koloniale Wohnaccessoires wie Jagdtrophäen oder echte exotische Tierfelle heute noch dazu gehören müssen, sollte jeder selber entscheiden. Eine hübsche original Teekiste oder ein bedruckter Kaffeebohnensack tun es eigentlich auch. Am schönsten sind sowieso eigene Mitbringsel und Erinnerungsstücke. Und am allerschönsten der Traum von der nächsten eigenen Fernreise!
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