Möbel aus Rattan und Polyrattan
aus der Rubrik Bekanntmachung vom 14.06.2011

Filigran und doch robust, exotisch oder europäisch, klassisch oder modern: Korbmöbel sind inzwischen in fast jedem Haushalt zu finden, drinnen wie draußen. Kein Wunder, geflochten wird immerhin bereits seit etwa 10.000 vor Christus. Korbmöbel sind schön, praktisch, leicht und häufig Handarbeit. Als Sitzgruppe oder Einzelstück verbreiten sie immer ein wenig Urlaubsfeeling.
Die Materialien
Korbwaren können aus allem möglichen geflochten sein; Palmenstämme, Bambus, schmale Gräser, breite Bananenblätter oder Korbweide werden neben vielen anderen Naturrohstoffen am häufigsten verwendet. Die optische Wirkung variiert stark. Flechtmöbel aus Bananenblättern wirken robust, Wasserhyazinthe changiert exotisch, Rattan mutet zeitlos an. Übrigens, der Begriff Rattan steht inzwischen umgangssprachlich fast gleichbedeutend für Korb bzw. Korbmöbel. Das ist nicht ganz korrekt, denn eigentlich bezeichnet er nur Produkte, die aus den biegsamen Stämmen der Rattanpalmen geflochten sind.
Die Wortschöpfung "Polyrattan" wiederum sagt ganz klar, was dahinter steckt: Rattanmöbel, die ausehen wie Rattanmöbel, aber eben aus Kunststoff bestehen. Eine feine Sache für den Aussenbereich oder für stark beanspruchtes Mobiliar in Kinderzimmer oder Küche.
Das Geflecht Loom ist als Materialmix ein Sonderfall. Stahldraht wird mit starkem Papier verkleidet, so erhält man ein sehr robustes Geflecht, welches lackiert wird. Loom-Möbel sehen aus wir Korb, sind aber langlebiger und zerfasern, bröseln oder schimmeln nicht. Loom knistert auch nicht, das charakteristische Geräusch beim Hinsetzen könnten Korbliebhaber jedoch vermissen.
Die Möbel
Klassische Orte für Korbmöbel waren lange Veranda, Küche oder Wintergarten. Doch längst haben Lounger und Sessel auch die Wohnzimmer erobert, Betten aus Geflecht verwandeln Schlafzimmer in Traum-Oasen. Körbe sind wandelbar und gut zu kombinieren. Sie sind unverzichtbare Wohnaccessoires für den Landhausstil, für Maritimes und den Ethno-Style. Auch als Ergänzung für Möbel im Kolonialstil eignet sich der leicht feine Korb perfekt.
Korbmöbel haben eine sommerliche Ausstrahlung, geben jedem Zimmer eine natürliche Komponente oder setzen einen romantischen Akzent.
Auch wenn man es den zarten Flechtmöbeln gar nicht zutraut, das Naturprodukt kann lange leben. Wertvolle historische Sitzmöbel werden heute in aufwändiger Handarbeit restauriert oder repariert.
Korbmöbel mit leichter Patina sind so beliebt, dass leichte Abnutzungserscheinungen bei neuen Möbel nachempfunden werden. Klassische Flechtmuster mit Rauten oder Sternen findet man auf den Sitzflächen und Rückenlehnen traditioneller Kaffeehausstühle wie dem weltberühmten Thonetstuhl, heute ein Highlight für jede Küche.
Reinigen
Staub und Fusseln bekommt man mit dem Staubsauger ganz gut aus allen feinen Ritzen. Alle ein, zwei Jahre kommt man aber nicht umhin, Korbmöbel gründlich sauber zu machen.
Das Korbmöbel besonders wasserresistent sind, ja Nässe sogar mögen, ist ein Märchen. Auf die Dosis kommt es an: Eine gleichmäßige Luftfeuchtigkeit erhält sie geschmeidig. Zuviel Wasser lässt Korbmöbel wie andere Naturmaterialien schimmeln oder brüchig werden. Trotzdem können sie, anders als Holzmöbel, mit fliessendem Wasser gereinigt werden, sollten aber so schnell wie möglich wieder trocknen. Ein heisser Sommertag eignet sich also hervorragend zur Korbmöbelpflege. Wer sich die Mühe machen will und Korbmöbel pflegen möchte, kann sie mit einer Lösung aus Wasser, Terpentin und Leinöl einpinseln, danach polieren. Das geht am besten mit einer weichen Bürste, über die man einen Nylonstrumpf gezogen hat.
Gegen das Ergrauen von Korbmöbel im Outdoor-Bereich hilft Zitronensaft mit Wasser. Außenmöbel können sparsam mit Olivenöl eingestrichen werden.
Ein ganz besonderes Urlaubsfeeling-Korbmöbel ist der Strandkorb. Durchschnittlich zahlen Urlauber in Europa 6,10 Euro pro Tag und Strandkorb, die teuersten stehen an der Cote d´Azur. Hier kostet der Lümmelplatz bis zu 34 EUR. Da spart man sich in 14 Tagen Urlaub eine mittlere
Sitzgruppe fürs Wohnzimmer zusammen, wenn man sich nur aufs Handtuch setzt. Knistert aber nicht so schön.
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