Meer Möbel
aus der Rubrik Bekanntmachung vom 28.07.2011

Das Meer, die Sonne, der Strand - Urlaub an der See gibt´s auch zu Hause, wenn man will. Küche, Bad oder Wintergarten vertragen auch im Winter ein paar Einrichtungselemente im maritimen Einrichtungsstil. Maritim bedeutet "vom Meer beeinflusst". Im Interieurbereich heisst das: Wände, Möbel, Accessoires erinnern an Boote, Schiffe und Strandkneipen.
Farben
Die ultimative maritime Farbkombination ist Weiss mit wenig Blau und einer Prise Rot. Der Ursprung des Farbspektrums ist unromantisch praktisch: Matrosenuniformen mussten immer wieder trocknen, ohne auszubleichen, Bojen und Leuchttürme schon von weitem blinken. Mondäner wird die Einrichtung, wenn man Messing und ein sattes Segelschiff-Grün dazu kombiniert. Alle Materialien des maritimen Stils findet man auf Schiffen und Booten wieder: Holz, Metall, Leinenstoffe und Seile.
Möbel
Meer-Möbel sind weiss gestrichen oder gebeizt und kokettieren mit kleinen Gebrauchsspuren. Das Holz darf kleine Risse haben, die Farbe gern ein bisschen abblättern - Schönheitsfehler machen den maritimen Look nur authentischer. Einzelteile kann man auch selber machen: ursprünglich weiss gestrichene Holzmöbel mit einem Heissluftfön abbrennen und bewusst einige Farbreste stehen lassen. Wirkt, als hätte rauhes Klima die Möbel verwittern lassen.
Korb- und Flechtmöbel erinnern an Strandkörbe und Kaltgetränke unterm Sonnenschirm. Eine Schatztruhe behergt Schuhe oder wird seeräuberlike zur Bar umfunktioniert.
Kissen und Wohntextilien in Leinenoptik sind weiss oder naturfarben. Auch klassisch Blau-Weiss-Gestreiftes passt gut ins maritime Ambiente. Nur Vorsicht, die Streifen sparsam einsetzen und sorgsam kombinieren, sonst flimmert die Einrichtung vor dem Auge wie ein Strand in der Mittagshitze.
Ein weisser Raum mit Leinenvorhängen, über dem
Korbbett ein Fischernetz als Himmel (gebraucht und unbedingt ohne Schnickschnack) und ein
Korbsessel im Used-Look - so weht eine frische Meeresbrise auch durchs Schlafzimmer.
Dekoration
Im Deko-Bereich sollte man sich direkt aus dem Meer bedienen, Muscheln, Steine und Treibholz unbedingt selber suchen! Kaufen ist was für Faule. Suchen und Finden, Selber machen und improvisieren entspricht am ehesten dem Geist der Seefahrt.
Auf dem Flohmarkt kann man Ausschau halten nach alten Einweggläsern und in diesen die Sammelware staubfrei zu kleinen Kunstwerken arrangieren. Schöne alte Flaschen, gefüllt mit feinem weissen Seesand und eine echte Flaschenpost erzählen Geschichten, große Steine halten Türen offen. Ein altes dickes Tau wird zur Kleiderstange, grössere Muscheln beherbergen als Schälchen Klimbim aller Art, Treibholzstücke klingen als Windspiel oder verschönern Lampen.
Alte Landkarten versprühen den herben Charme einer Kapitänskajüte: gerahmt, dekorativ unter Lack auf der Tischplatte oder gleich auf die Wand tapeziert. Nebenbei lässt sich damit noch was lernen über Geographie im Wandel der Zeiten.
Als ultimative Lektüre gehören "Moby Dick", "Der Untergang der Titanic" und Robinson Crusoes "Schatzinsel" unbedingt ins maritime Regal. Zur Inspiration und zum Zeitvertreib an kalten Wintertagen.
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